Soonwald-Nahe - Naturpark

Aktuelles

Kernzonen Großer Soon und Lützelsoon

Naturpark Soonwald-Nahe erhält Kernzonen
Keine Windkraft in sensiblen Bereichen

„Der Naturpark Soonwald-Nahe erhält zwei Kernzonen. Damit erhöhen wir den Schutz der Soonwaldhöhen und nutzen ein Instrument zur Steuerung des Windkraftausbaus“, erklärte Umweltministerin Ulrike Höfken heute. Das Verfahren für eine neue Landesverordnung zum Naturpark Soonwald-Nahe sei nun abgeschlossen, verkündete die Ministerin. „Der Naturpark Soonwald ist einzigartiger Naturraum und Naherholungsgebiet. Wir achten hier auf die besonders sensiblen Bereiche zugunsten von Natur- und Artenschutz, der Landschaft und ihrer Besucher. Die Kernzonen im Naturpark Soonwald blieben daher frei von Windkraft.“ Die Landesregierung hatte im laufenden Verfahren deutlich gemacht, dass sie keine Windanlagen auf den betroffenen Flächen zulassen werde. Die Kernzonen sicherten nun diesen Schutzstatus, so Höfken. Zudem werde der Naturpark im Bereich der Verbandsgemeinde Rheinböllen erweitert.

„Kernzonen gewährleisten einen sehr hohen und gezielten Schutz zugunsten Naturerlebnis und Erholung. Das ist bundesweit einzigartig. Kernzonen sind Alleinstellungsmerkmal der rheinland-pfälzischen Naturparke“, stelle Höfken heraus. Zu den schon 42 bestehenden kommen mit den beiden neuen Kernzonen „Großer Soon“ und „Lützelsoon“ noch zwei markante Teile des Hunsrücks hinzu. Zusammen umfassen sie über 7800 Hektar. Dies entspricht knapp 11 Prozent der Fläche des Naturparks Soonwald-Nahe. Der Wintersport am Schanzerkopf bleibe erlaubt. Land- und Forstwirtschaft würden nicht eingeschränkt.

Die Naturschutzverbände und alle Stellen und Personen, die sich im Verfahren mit Stellungnahmen und Anregungen geäußert haben, würden nun gesondert über das Ergebnis informiert, kündigte Höfken an. „Die hohe und intensive Beteiligung bei diesem anspruchsvollen Verfahren war ermutigend und die vielen Hinweise sehr wertvoll. Der Naturpark Soonwald-Nahe ist deutlich aufgewertet worden“, so die Ministerin. „Naturschutz und Energiewende sind keine Gegensätze“, ging Höfken auf die Diskussion vor Ort ein. Es sei auch im Sinne des Naturschutzes, den Einsatz fossiler Energieträger schnellstens zu beenden. Beim Ausbau der Windenergie müssten jedoch die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes umfassend berücksichtigt werden“, machte Höfken deutlich. Ziel der Landesregierung sei es daher, die Windkraft in sensiblen Bereichen wie im Nationalpark oder eben in den Kernzonen des Naturparks Soonwald freizuhalten.


Quelle:
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten - Mainz 22.05.2014

zurück zur Übersicht