Aktuelles
Aussichtsturm auf dem Heimberg
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Im Juni 2008 wurde der Aussichtsturm auf dem Heimberg bei Schloßböckelheim eröffnet. Hier finden Sie eine Dokumentation über den Bau des Turms.
September 2004
Ist der Heimberg ein geeigneter Standort für einen Aussichtsturm? So könnte sich unsere Region dem Gast von der Aussichtsplattform aus präsentieren.
Der Turm soll in Holzbauweise mit Stämmen aus dem Naturpark Soonwald-Nahe errichtet werden. Der Weinsheimer Architekt Hans Zosel hat bereits mehrere vergleichbare Objekte realisiert.
März 2007
Mit Hilfe eines Feuerwehrfahrzeuges wird die Höhe der Aussichtsplattform bei 24 m über dem Boden simuliert. Aus dieser Höhe bietet sich dem Besucher eine grandiose Rundumsicht.Juni 2007
Der Heimbergturm wird natürlich mit Holz aus dem Naturpark Soonwald-Nahe gebaut. Die für die Konstruktion benötigten vier Douglasien-Stämme stammen aus dem Forstrevier Mengerschied im nördlichen Soonwald.
Das Vermessungsbüro Kiehl legt zugewachsene Grenzpunkte frei, um den genauen Turmstandort einmessen zu können.
Juli 2007
Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Rudolf Staab, Schloßböckelheim, nimmt Landrat Karl-Otto Velten als Vertreter des Bauherrn den symbolischen Spatenstich vor. Der Bau des Aussichtsturms kann nach Abschluss der Planungsphase endlich beginnen.
Nach Einrichten der Baustelle beginnt die Fa. Bohley, Burgsponheim, mit dem Ausschachten der Baugrube. Der Boden verbleibt vor Ort, um später die Fundamentplatte abzudecken.
Für die nötige Stabilität im Boden sorgt eine Fundamentplatte, in der sich eine umfangreiche Bewehrung verbirgt. Bei der Montage ist noch echte Handarbeit gefragt.
Die Bewehrung ist fertiggestellt. Jetzt kann das Fundament mit Beton aufgefüllt werden. Das geschieht ohne Unterbrechung bis in die Abendstunden. Anschließend wird das Fundament wieder mit Boden überdeckt.
November 2007
Aus Gründen der Statik werden auch Stahlteile an dem Turm verbaut. Alle Einzelteile des Turms werden auf dem Betriebshof passgenau bearbeitet und - soweit möglich - vormontiert.
Der Bau der Turmkonstruktion erfolgt durch die Fa. Ochs, Kirchberg. Die Stämme werden dort weiterbearbeitet und für die Endmontage vorbereitet.Dezember 2007
Die Vormontage des Turms ist abgeschlossen. Alle Teile - bis hin zu den Treppen und Geländern - lagern fix und fertig auf dem Betriebshof der Fa. Ochs in Kirchberg. Jetzt brauchen wir nur noch einige trockene oder frostige Tage, um die Stämme mit einem Spezialtransport auf den Heimberg zu bringen.
Vor Ort sind dann nochmals ca. 4 Wochen erforderlich, um den Aussichtsturm fertigzustellen.
Mai 2008 - 19. KW
Nachdem in den ersten Monaten des Jahres wegen der nassen Witterung ein Transport nicht möglich war, können die vorgefertigten Turmteile am 09.05.08 auf trockenem Untergrund auf den Heimberg gebracht werden. Der Sondertransport bewegt sich in den frühen Morgenstunden über Wirtschaftswege bis auf den höchsten Punkt der Kuppe.
Vorsichtig und mit viel Fingerspitzengefühl wird die lange Fracht über die kurvige Zufahrt manövriert. Doch die Fahrt ist gut vorbereitet und bei der beauftragten Firma sind Profis am Werk, für die ein solcher Transport zum Tagesgeschäft gehört. Bis auf den Holzpfosten eines Weidezauns steht den langen Stämmen nichts im Weg.
Auf dem Heimberg werden die 4 Stämme mit einem Kran abgeladen und unmittelbar an den Aufnahmepunkten der Fundamentplatte abgelegt. Jetzt hoffen wir auf schönes Frühsommerwetter, damit die Endmontage zügig abgeschlossen werden kann.
Mai 2008 - 20. KW
Vor Ort kann jetzt bei gutem Wetter mit der Montage der Einzelteile begonnen werden. Jeweils zwei Stämme werden mit Leimbinder-Balken verbunden. Die Verbindung der Seitenteile untereinander erfolgt nach dem Aufrichten der Stämme.
Auch das Zeltdach ist bereits fertig. Die Dacheindeckung wird in stabilem Zinkblech ausgeführt, um auch heftigem Wind dauerhaft standzuhalten.
Mai 2008 - 22. KW
Am 26. Mai werden die Seitenteile des Turms aufgerichtet. Zunächst werden reißfeste Gurte um die Stämme geschlungen, um die Ketten zum Hochziehen fixieren zu können.
Jetzt legt der Mobilkran los. Langsam strafft sich das Führungsseil und das erste Seitenteil richtet sich auf. Dabei darf sich die untere Position der Stämme nicht verändern.
An den Aufnahmepunkten der Bodenplatte ist Augenmaß gefragt. Solange die Stämme schweben, kann der Aufsetzpunkt noch mit Muskelkraft korrigiert werden.
Von der Seite wird die exakte Position des ersten Bauteils mit einem Nivelliergerät überprüft, um dem Kranführer und der "Bodenmannschaft" das Ausrichten zu erleichtern.
Als das erste Seitenteil steht, werden vier Fixseile gespannt, um die Konstruktion zu stabilisieren. Sobald die Seile gestrafft sind, kann sich der Kran ausklinken.
Die Metallfüße der Rundstämme werden zunächst mit einigen Schweißpunkten auf der Bodenplatte befestigt, um eine seitliche Verschiebung zu verhindern.
Egal was passiert - einer ist immer mit dabei: Klaus Martin aus Bad Sobernheim dokumentiert den Turmbau auf Film und Foto. Wir sind schon sehr gespannt auf das Ergebnis!
Nach dem gleichen Verfahren wird dann auch das zweite Seitenteil aufgerichtet. Langsam und gleichmäßig zieht der Kran die Stämme mit äußerster Präzision in die Höhe.
Geschafft! Auch das zweite Seitenteil steht an der richtigen Stelle. Jetzt werden die Teile noch miteinander verbunden, um die nötige Stabilität zu erreichen. Am Ende wird der Turm ohne Fixierseile frei stehen.
Mai 2008 - 22. KW
Es ist jetzt Ende Mai und die Treppen sind bereits alle eingebaut. Noch wird der Turm mit Seilen gesichert und ist an den Turmfüßen nicht vollständig mit der Bodenplatte verschweißt. Doch die ersten schweren Frühsommergewitter mit Sturm und ergiebigem Regen hat er am Vortag bereits schadlos überstanden.
Der Blick von oben auf die umlaufende Treppenkonstruktion macht einen schon etwas schwindlig. Das unbehandelte Holz riecht noch neu und frisch nach Soonwald und wird erst im Laufe der Zeit eine schöne silberne Patina bekommen.
Ein erster Blick nach Osten lässt schon erahnen, welchen tollen Ausblick man an an klaren Tagen genießen kann. Im Moment nähert sich allerdings ein neues Gewitter, so dass nur in der Nähe Schloßböckelheim mit den Ortsteilen Kolonie (links) und Schloß (rechts) zu entdecken ist.
Mai 2008 - 23. KW
Der Weinsheimer Architekt Hans Zosel erklärt das Panorama, das sich dem Besucher von der Aussichtsplattform des Turms bietet. Der Blick reicht vom Soonwald bis zum Pfälzer Wald, vom Taunus bis zum Odenwald.
Der Mobilkran hebt das Dach über 30m hoch und setzt es vorsichtig auf die vier Pfosten. Zum Ausklinken der Ketten muss ein Zimmermann durch die Ausstiegsluke auf das Dach - nur etwas für Schwindelfreie.
Das Dach ist drauf und schützt den Turm vor Feuchtigkeit. Die elegante Form des Turms mit seiner spindelförmig umlaufenden Treppenkonstruktion zieht bereits jetzt die Blicke auf sich.
Alle Querträger werden mit Blechen abgedeckt, um ein Eindringen von Wasser zu vermeiden. Das bedeutet viel Detailarbeit für den Spengler, der sich mit einem Hubsteiger um den Turm bewegt.
An den Turmfüßen entstehen wuchtige Schweißnähte, die den Kontakt mit der Bodenplatte herstellen. Durch die Dicke der Nähte ist diese Arbeit sehr zeitaufwändig.13. Juni 2008
Einweihung des Heimbergturms bei Schloßböckelheim
Fertig - der Heimbergturm steht. Eine elegante Konstruktion aus heimischer Douglasie. Die Treppe windet sich spindelförmig nach oben und gewährt in jeder Ecke auf einem Podest eine kleine Verschnaufpause.
Nachdem es noch vor wenigen Stunden geregnet hatte, können die Einweihungsgäste bei strahlendem Sonnenschein den kleinen Spaziergang vom Wanderparkplatz zur Spitze des Heimbergs bewältigen. Unterwegs erläutert ein Mitarbeiter des Naturparks Soonwald-Nahe die neuen Infotafeln des Rundwanderwegs.
Das Blasorchester Waldböckelheim hat sich am Fuß des Turms postiert und begrüßt die Wanderer mit schwungvoller Blasmusik. Sonnenschein und Musik - das ist gut für's Gemüt und bringt alle Gäste in Feierlaune.
So eine Tuba ist schon etwas Wunderbares. Vor allem, wenn sie uns völlig neue Blicke auf den Heimbergturm beschert. Tower on Brass.
Es war von Anfang an sein Projekt. Landrat Karl-Otto Velten träumte schon vor Jahren von einem neuen Blickpunkt auf dem Heimberg und konnte nun endlich, nachdem die Finanzierung sichergestellt war, die Idee realisieren.
Viele Menschen aus den umliegenden Dörfern sind gekommen, um die Eröffnung des Heimbergturms zu feiern. Das fällt nicht schwer, gibt es doch Schloßböckelheimer Wein, Kirner Pils und "Weck unn Worscht" aus Waldböckelheim.
Mit dem feierlichen Richtspruch ist seine Arbeit abgeschlossen. Zimmermeister Georg Bär, ein echter Hunsrücker, hinterlässt mit seiner verschmitzten Art nicht nur durch sein fachliches Können einen guten Eindruck.
Es ist eine gute Traditon, für alles, was nach oben strebt, auch den Segen Gottes einzuholen. Pfarrer Peter Fuse und Diakon Edgar Braun finden die richtigen Worte und schließen mit einem gemeinsamen Gebet.
Der Turm ist jetzt offiziell freigegeben. Catharina Zimmermann und Larissa Klein aus Schloßböckelheim zerschneiden symbolisch ein Band am Treppenaufgang. Jetzt sind alle eingeladen, sich den herrlichen Südteil des Naturparks Soonwald-Nahe einmal aus luftiger Höhe anzusehen.Sommer 2008
Die Ruhe ist wieder zurück. Die Morgensonne leuchtet mit weichem Licht von Osten auf den Turm. Kein Baulärm mehr, kein Festtrubel stört die Stille am Heimberg. Hoffentlich wissen das auch die Besucher zu schätzen und kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach oben. Den Autofahrern bleibt der Reiz des Hügels verborgen.
Sommer 2010
Panoramatafeln am Heimbergturm
Vom Heimbergturm bei Schloßböckelheim bietet sich den Turmbesuchern ein herrlicher Blick ins Naheland und den südlichen Naturpark Soonwald-Nahe.
Aber was genau kann man vom Heimbergturm herab sehen?
Wie heißen die vielen Höhenzüge, Hügel und Orte?
Antwort finden Sie auf Panoramatafeln, die auf der Besucherplattform des Turms angebracht wurden. Herrliche Fotografien von Uwe Metzroth halten alle Höhepunkte des Panoramas fest:
OST - Rheingau (27 km)
- Taunus mit Großem Feldberg (70 km)
- Rheinhessisches Plateau (22 km)
SÜD - Nahetal bei Oberhausen (2 km)
- Lemberg (4 km)
- Donnersberg (25 km)
WEST - Potzberg bei Kusel (37 km)
- Erbeskopf (47 km)
- Idarkopf (33 km)
NORD - Alteburg (15 km)
- Ellerspring 14 km)
- Kandrich (21 km)
- Franzosenkopf (23 km)

