Soonwald-Nahe - Naturpark

Wald

Gewässer

Die Gewässerstrukturen innerhalb des Naturparks gliedern sich in vier große Einheiten:

  1. Der Fluss der Nahe mit Fließrichtung von Südwest nach Nordost.
  2. Drei relativ große Bäche, die den Soonwaldhauptkamm ganz von Nordwest nach Südost durchfließen und in die Nahe münden: Hahnenbach, Simmerbach und Guldenbach.
  3. Mittelgroße Bäche, die aus der Wasserscheide Hunsrückhöhenkamm entweder in Richtung Nord in den Rhein-Hunsrück-Kreis fließen oder in Richtung Süd (Gräfen-, Eller-, Hoxbach) bzw. Nordost (Seibers- und Dörrebach) indirekt über den Guldenbach im Kreis Bad Kreuznach in die Nahe münden.
  4. Eine Vielzahl von meist unberührten kleinen bis kleinsten Bächlein, die in die vorgenannten Gewässersysteme münden.

Alle Gewässerkategorien zeichnen sich durch den besonders großen Anteil an relativ naturnahen Gewässerstrukturen mit teilweise naturnahen Uferstrukturen, naturnahem Gewässerbett, Feuchtwiesen, aber auch attraktive Mittelgebirgsbachabschnitte mit schluchtwaldtypischen bzw. schluchtwaldähnlichen Strukturen mit hoher Artenvielfalt aus.

Aus der besonderen Qualität und Naturnähe ergeben sich wiederum große Vorkommen und eine hohe Anzahl an seltenen und höchst attraktiven Pflanzen- und Tierarten wie Eisvogel, Wasseramsel, Traubensteinbrech, Sponsheimer Steinbrech, Bärlappe, Zungenfarn, Bachneunauge, Groppe, Würfelnatter, kleine Zangenlibelle und viele mehr. Südlich von Simmern wurde sogar der Biber im Simmerbachtal heimisch.

Die hohe Gewässergütequalität und die teilweise von menschlichen Einflüssen wesentlich unbeeinträchtigten Gewässer- und Talabschnitte stellen eine hohe Attraktivität und Einzigartigkeit der Landschaft innerhalb des Naturparks Soonwald-Nahe dar.