Aktionen im Schuljahr 2024/25
Naturparkprojekt "Regenwürmer" der 1. Klassen
Lebensräume erkunden und Lebewesen beschreiben: Die Kinder beobachten Regenwürmer in ihrem Lebensraum, beschreiben ihre Körpermerkmale, und entwickeln eine erste Vorstellung vom ökologischen Nutzen des Regenwurms.
Untersuchungen durchführen und Erlebnisse festhalten: Die Kinder beobachten genau, stellen Vermutungen auf, führen einfache Versuche durch und dokumentieren ihre Beobachtungen.
Verantwortung für Natur und Umwelt entwickeln: Die Kinder erkennen, dass der Regenwurm ein nützliches Tier ist. Sie lernen, Lebewesen respektvoll zu behandeln und verstehen, dass auch kleine Tiere für das Gleichgewicht in der Natur wichtig sind.
Unterstützt wurde dieses Projekt von unserer Regenwurm-Expertin Carmen Herlitze.
Naturparkprojekt "Waldtiere" der 2. Klassen
Im Mai 2025 führten die Klassen 2a, 2b und 2c ein fächerübergreifendes Projekt zum Thema „Waldtiere“ durch. Ziel des Projekts war es, den Kindern des 2. Schuljahres grundlegendes Wissen über heimische Waldtiere sowie den Lebensraum Wald zu vermitteln und sie für die Natur zu sensibilisieren. Zu Beginn lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene heimische Tiere des Waldes kennen. Jedes Kind erstellte anschließend einen eigenen Steckbrief zu einem ausgewählten Waldtier. Diese Informationen wurden kreativ auf Plakaten dargestellt und im Klassenverband vorgestellt. Ein weiterer gestalterischer Aspekt des Projekts war die künstlerische Umsetzung eines Fuchses, bei der die Kinder ihre Kreativität frei entfalten konnten. Parallel wurde im Deutschunterricht die Lektüre „Kleiner Fuchs, bleibst du bei uns?“ gelesen. Die Geschichte enthält eine einfühlsame Botschaft über Mitgefühl, Verantwortung und den respektvollen Umgang mit Wildtieren und ergänzte das Projekt um eine wichtige soziale und ethische Dimension.
Ein besonderes Highlight war der Unterrichtsgang in den Keidelheimer Wald. Begleitet wurden die Klassen von Herrn Lieschied vom Forstamt Simmern, der mit viel Fachwissen und Begeisterung durch den Vormittag führte. Die Exkursion begann mit einer Wahrnehmungsübung: Die Kinder hielten sich Spiegel an Stirn und Kinn, um so entweder den Blick ausschließlich auf die Baumkronen und den Himmel oder den Waldboden zu richten – eine spielerische Art, den Wald aus ungewöhnlicher Perspektive wahrzunehmen. Im weiteren Verlauf der Führung entdeckten die Kinder verschiedene Tierpräparate im Wald, darunter einen Marder, eine Wildkatze, einen Mäusebussard, einen Dachs sowie ein Hirschgeweih. Herr Lieschied erklärte anschaulich viele interessante Zusammenhänge aus dem Leben der Tiere und des Waldes. Dabei erfuhren die Kinder unter anderem, dass die Wildkatze so scheu ist, dass man ihr unter normalen Umständen niemals begegnet, und dass die „Frau“ vom Hirsch nicht das Reh ist. Diese und weitere spannende Fakten bereicherten das Wissen der Kinder erheblich.
Naturparkprojekt "Biber" der 3. Klassen
Am Treffpunkt an der Simmerbachaue unterhalb der B50 gab es eine kurze und interessante Einführung in die Geschichte der Ansiedlung des Bibers entlang des Simmerbachs, seine Besonderheiten und seine Lebensweise. Bereits hier kann man Spuren seiner Nage-Aktivitäten finden. Entlang des Simmerbachs finden sich unter anderem einige Staudämme als eindrucksvolle Bauten des Bibers. Manche Bäume werden mit Drahtgittern ummantelt, um sie vor dem gefräßigen Biber zu schützen. Mit seinen Dämmen schafft er neue Lebensräume für andere Lebewesen und leistet sogar einen Beitrag zum Hochwasserschutz. Eindrucksvoll ist die sogenannte Biberburg an der Uferböschung, in der die Biber in Familienverbänden leben.
Naturparkprojekt "Klimaschutz" der 4. Klassen
Neben dem obligatorischen Thema der Mülltrennung fokussierten sich die Kinder besonders auf die Bereiche „Plastik in unserem Alltag“ und „Klimawandel“.
„Plastik in unserem Alltag“ - Um dem Plastik auf die Spur zu kommen, reflektierten die Kinder zunächst, welche Gegenstände in ihrem Alltag aus Plastik bestehen. Dafür überlegten sie, was Plastik überhaupt ist: Plastik ist Kunststoff, also ein künstlicher Stoff, der aus Erdöl und mit einigen Zusatzstoffen hergestellt wird. Dieser ist biologisch schwer abbaubar. Das bedeutet, dass es sehr lange dauert, bis Plastik in der Natur zerkleinert, abgebaut und zersetzt wird. Beispielhaft wurde der Vergleich zwischen einem Apfel, der in einigen Wochen verrottet, und einer Plastikflasche gezogen, die hingegen mehrere hundert Jahre dazu benötigt. So stellten die Kinder fest, dass ein Großteil der Alltagsgegenstände in ihrem Leben aus Plastik bestehen oder Plastik enthalten. Sie entdeckten viele Dinge im Klassenzimmer, im Schulhaus und in der Schulumgebung aus Kunststoff. Da auch viel Plastikmüll darunter war, überlegten die Schülerinnen und Schüler, was mit diesem biologisch schwer abbaubaren Müll passiert. Die Kinder bemerkten, dass Plastikmüll im Wald oder in Flüssen, Seen oder Ozeanen landet und dort von Tieren mit Nahrung verwechselt werden kann. Besonders kleinste Plastikteile, das Mikroplastik, erkannten die Schülerinnen und Schüler als nahezu unsichtbare Gefahr.
In einem Experiment mit Spülmittel als Gebrauchsmittel aus dem Alltag erforschten die Viertklässler exemplarisch, welche Rückstände im Wasser zurückbleiben können, vor allem beim Waschen und Spülen bei niedrigen Temperaturen. Das erstaunliche Ergebnis auch nach einem Tag, die Spül- und Waschmittel lösten sich nur bedingt auf und bei Spülmittel mit Plastikfolie können Rückstände im Wasser verbleiben.
„Klimawandel“ - An die vorherigen Erkenntnisse anknüpfend und über das Thema „die Erde als blauer Planet“ kamen die Kinder der 4. Klassen darauf, dass Nachhaltigkeit und Umweltschutz besonders relevante Themen in ihrem Leben sind. Deshalb beschäftigten sie sich weiter in diesen Themenbereichen. Ein Begriff, der dabei häufig fiel, war der des Klimawandels.
Um den Klimawandel zu veranschaulichen, besuchten die 4. Klassen der Dr.-Kurt-Schöllhammer-Schule den Klimawandelpfad in Kastellaun. Dabei lernten sie die Begriffe „Klima“ und „Wetter“ zu unterscheiden und was „Klimaschutz“ überhaupt ist. Auch, dass Kohlenstoff ein wesentlicher Baustein aller Pflanzen, Pilze, Tiere und des Menschen ist, war eine wichtige Erkenntnis. Besonders spannend fanden die Schülerinnen und Schüler, dass anhand einer Baumscheibe zu erkennen ist, wie sich die Temperaturen in den letzten 40 Jahren verändert haben. Die Baumscheibe stammt von einer Fichte. Da die Fichte eine in Deutschland weit verbreitete Baumart ist, konnten die Kinder auch hierzu viel lernen. Beispielsweise, dass Fichten ein flaches Wurzelwerk haben und dadurch anfällig für Trockenheit und Wind sind. Besonders eindrucksvoll waren die Schäden, die der Sturm „Kyrill“ im Jahre 2007 verursacht hat: rund 75.000 Bäume wurden umgeworfen oder abgebrochen. Thematisiert wurde auch der Wiederaufbau des Waldes als Mischwald, um so die unterschiedlichsten Baumarten in verschiedenen Wachstumsstadien aufzuforsten – auch das ein Beitrag zum Klima-/ Waldschutz.