Dr. Kurt Schöllhammer Schule Simmern

Naturparkprojekt "Regenwürmer" der 1. Klassen 

Lebensräume erkunden und Lebewesen beschreiben: Die Kinder beobachten Regenwürmer in ihrem Lebensraum, beschreiben ihre Körpermerkmale, und entwickeln eine erste Vorstellung vom ökologischen Nutzen des Regenwurms. 

Untersuchungen durchführen und Erlebnisse festhalten: Die Kinder beobachten genau, stellen Vermutungen auf, führen einfache Versuche durch und dokumentieren ihre Beobachtungen.

Verantwortung für Natur und Umwelt entwickeln: Die Kinder erkennen, dass der Regenwurm ein nützliches Tier ist. Sie lernen, Lebewesen respektvoll zu behandeln und verstehen, dass auch kleine Tiere für das Gleichgewicht in der Natur wichtig sind.

Unterstützt wurde dieses Projekt von unserer Regenwurm-Expertin Carmen Herlitze.

Naturparkprojekt "Waldtiere" der 2. Klassen 

Im Mai 2025 führten die Klassen 2a, 2b und 2c ein fächerübergreifendes Projekt zum Thema „Waldtiere“ durch. Ziel des Projekts war es, den Kindern des 2. Schuljahres grundlegendes Wissen über heimische Waldtiere sowie den Lebensraum Wald zu vermitteln und sie für die Natur zu sensibilisieren. Zu Beginn lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene heimische Tiere des Waldes kennen. Jedes Kind erstellte anschließend einen eigenen Steckbrief zu einem ausgewählten Waldtier. Diese Informationen wurden kreativ auf Plakaten dargestellt und im Klassenverband vorgestellt. Ein weiterer gestalterischer Aspekt des Projekts war die künstlerische Umsetzung eines Fuchses, bei der die Kinder ihre Kreativität frei entfalten konnten. Parallel wurde im Deutschunterricht die Lektüre „Kleiner Fuchs, bleibst du bei uns?“ gelesen. Die Geschichte enthält eine einfühlsame Botschaft über Mitgefühl, Verantwortung und den respektvollen Umgang mit Wildtieren und ergänzte das Projekt um eine wichtige soziale und ethische Dimension.

Ein besonderes Highlight war der Unterrichtsgang in den Keidelheimer Wald. Begleitet wurden die Klassen von Herrn Lieschied vom Forstamt Simmern, der mit viel Fachwissen und Begeisterung durch den Vormittag führte. Die Exkursion begann mit einer Wahrnehmungsübung: Die Kinder hielten sich Spiegel an Stirn und Kinn, um so entweder den Blick ausschließlich auf die Baumkronen und den Himmel oder den Waldboden zu richten – eine spielerische Art, den Wald aus ungewöhnlicher Perspektive wahrzunehmen. Im weiteren Verlauf der Führung entdeckten die Kinder verschiedene Tierpräparate im Wald, darunter einen Marder, eine Wildkatze, einen Mäusebussard, einen Dachs sowie ein Hirschgeweih. Herr Lieschied erklärte anschaulich viele interessante Zusammenhänge aus dem Leben der Tiere und des Waldes. Dabei erfuhren die Kinder unter anderem, dass die Wildkatze so scheu ist, dass man ihr unter normalen Umständen niemals begegnet, und dass die „Frau“ vom Hirsch nicht das Reh ist. Diese und weitere spannende Fakten bereicherten das Wissen der Kinder erheblich.

Naturparkprojekt "Biber" der 3. Klassen 

Am Treffpunkt an der Simmerbachaue unterhalb der B50 gab es eine kurze und interessante Einführung in die Geschichte der Ansiedlung des Bibers entlang des Simmerbachs, seine Besonderheiten und seine Lebensweise. Bereits hier kann man Spuren seiner Nage-Aktivitäten finden. Entlang des Simmerbachs finden sich unter anderem einige Staudämme als eindrucksvolle Bauten des Bibers. Manche Bäume werden mit Drahtgittern ummantelt, um sie vor dem gefräßigen Biber zu schützen. Mit seinen Dämmen schafft er neue Lebensräume für andere Lebewesen und leistet sogar einen Beitrag zum Hochwasserschutz. Eindrucksvoll ist die sogenannte Biberburg an der Uferböschung, in der die Biber in Familienverbänden leben.

Naturparkprojekt "Klimaschutz" der 4. Klassen 

Neben dem obligatorischen Thema der Mülltrennung fokussierten sich die Kinder besonders auf die Bereiche „Plastik in unserem Alltag“ und „Klimawandel“.

„Plastik in unserem Alltag“ - Um dem Plastik auf die Spur zu kommen, reflektierten die Kinder zunächst, welche Gegenstände in ihrem Alltag aus Plastik bestehen. Dafür überlegten sie, was Plastik überhaupt ist: Plastik ist Kunststoff, also ein künstlicher Stoff, der aus Erdöl und mit einigen Zusatzstoffen hergestellt wird. Dieser ist biologisch schwer abbaubar. Das bedeutet, dass es sehr lange dauert, bis Plastik in der Natur zerkleinert, abgebaut und zersetzt wird. Beispielhaft wurde der Vergleich zwischen einem Apfel, der in einigen Wochen verrottet, und einer Plastikflasche gezogen, die hingegen mehrere hundert Jahre dazu benötigt. So stellten die Kinder fest, dass ein Großteil der Alltagsgegenstände in ihrem Leben aus Plastik bestehen oder Plastik enthalten. Sie entdeckten viele Dinge im Klassenzimmer, im Schulhaus und in der Schulumgebung aus Kunststoff. Da auch viel Plastikmüll darunter war, überlegten die Schülerinnen und Schüler, was mit diesem biologisch schwer abbaubaren Müll passiert. Die Kinder bemerkten, dass Plastikmüll im Wald oder in Flüssen, Seen oder Ozeanen landet und dort von Tieren mit Nahrung verwechselt werden kann. Besonders kleinste Plastikteile, das Mikroplastik, erkannten die Schülerinnen und Schüler als nahezu unsichtbare Gefahr.

In einem Experiment mit Spülmittel als Gebrauchsmittel aus dem Alltag erforschten die Viertklässler exemplarisch, welche Rückstände im Wasser zurückbleiben können, vor allem beim Waschen und Spülen bei niedrigen Temperaturen. Das erstaunliche Ergebnis auch nach einem Tag, die Spül- und Waschmittel lösten sich nur bedingt auf und bei Spülmittel mit Plastikfolie können Rückstände im Wasser verbleiben.

„Klimawandel“ - An die vorherigen Erkenntnisse anknüpfend und über das Thema „die Erde als blauer Planet“ kamen die Kinder der 4. Klassen darauf, dass Nachhaltigkeit und Umweltschutz besonders relevante Themen in ihrem Leben sind. Deshalb beschäftigten sie sich weiter in diesen Themenbereichen. Ein Begriff, der dabei häufig fiel, war der des Klimawandels.

Um den Klimawandel zu veranschaulichen, besuchten die 4. Klassen der Dr.-Kurt-Schöllhammer-Schule den Klimawandelpfad in Kastellaun. Dabei lernten sie die Begriffe „Klima“ und „Wetter“ zu unterscheiden und was „Klimaschutz“ überhaupt ist. Auch, dass Kohlenstoff ein wesentlicher Baustein aller Pflanzen, Pilze, Tiere und des Menschen ist, war eine wichtige Erkenntnis. Besonders spannend fanden die Schülerinnen und Schüler, dass anhand einer Baumscheibe zu erkennen ist, wie sich die Temperaturen in den letzten 40 Jahren verändert haben. Die Baumscheibe stammt von einer Fichte. Da die Fichte eine in Deutschland weit verbreitete Baumart ist, konnten die Kinder auch hierzu viel lernen. Beispielsweise, dass Fichten ein flaches Wurzelwerk haben und dadurch anfällig für Trockenheit und Wind sind. Besonders eindrucksvoll waren die Schäden, die der Sturm „Kyrill“ im Jahre 2007 verursacht hat: rund 75.000 Bäume wurden umgeworfen oder abgebrochen. Thematisiert wurde auch der Wiederaufbau des Waldes als Mischwald, um so die unterschiedlichsten Baumarten in verschiedenen Wachstumsstadien aufzuforsten – auch das ein Beitrag zum Klima-/ Waldschutz.

Am Donnerstag, 21.12.2023 war es so weit, die Zertifizierung zur Naturparkschule konnte mit einem großen Waldweihnachtsfest gefeiert und die Urkunde durch Herrn Landrat Volker Boch feierlich überreicht werden.

Im Februar lerne die Klasse 1c den kleinen Gartenschläfer kennen. Von diesem Tier hatten die meisten Kinder noch nie etwas gehört – kein Wunder ist der zur Familie der Schlafmäuse (sog. „Bilche“) gehörende Verwandte des Siebenschläfers doch sehr selten. Auf spielerische und kreative Art und Weise lernten sie den kleinen Zorro – wie der Gartenschläfer aufgrund seiner Augenmaske auch genannt wird – seine Lebensweise, Nahrungsvorlieben und Gefährdung kennen. Auch wie man ihn schützen kann, erfuhren die Kinder: zum Beispiel indem man Nistkästen aufhängt. Diese Nistkästen wurden zum Abschluss gemeinsam mit dem Hausmeister gebaut und finden nun einen Platz auf dem Schulgelände. Alle hoffen, dass die Schlafmäuse damit sowohl einen Platz zur Überwinterung, als auch für die Jungenaufzucht im Sommer finden können.

Im April beschäftigten sich die Klassen 1a und 1c mit dem Thema „Tiere auf dem Bauernhof“ und lernten einiges über Hühner, Pferde, Schafe und Kühe und warum es wichtig ist, Lebensmittel regional zu produzieren. Zum Abschluss ging es bei sonnigem Wetter zum Höhenhof der Familie Geiß in Holzbach, wo der ganze Hof und die vielen Tiere gezeigt wurden. Alle hatten anschließend auch viel Spaß in der Spielscheune, dem Spielplatz, im Schilflabyrinth und auf dem Barfußpfad.

Die 3. Klassen beschäftigten sich mit dem Naturprojekt „Schmetterlinge züchten“. Die Inhalte des Projektes waren der achtsame Umgang mit Lebewesen (d. h. die Kinder erfuhren, welche Faktoren die Raupen benötigen, um sich zu verpuppen und zu Schmetterlingen zu entwickeln), die Beobachtung des Naturphänomens der Metamorphose der Raupe zum Schmetterling, den Körperbau und die Lebensweise von Schmetterlingen. Außerdem betätigten sich die Schüler*innen künstlerisch mit dem Thema und gestalteten Themenplakate (inklusiver Zugang zum Thema Schmetterling).

(c) Dr.-Kurt-Schöllhammer-Schule Simmern

Am 30.04.2024, dem Tag des Wolfes, machten sich die Klassen 2a und 2d auf den Weg in den Tierpark Rheinböllen um, neben allen anderen Tieren, die Wölfe anzusehen, mit denen sich beide Klassen zusätzlich in einer Unterrichtseinheit befassten. Nach dem Besuch der Bärin, des Rot-wildes, den Ottern und den Erdmännchen war es dann soweit: die Ankunft am Wolfsgehege. Dieses beherbergt keine Grauwölfe, wie sie in unseren Wäldern zu finden sind, sondern Hudson-Bay-Wölfe mit schneeweißem Fell, wie sie in Grönland und dem kanadischen Teil der Arktis vorkommen. Den Kindern war sofort klar, dass das ja die „super Tarnung“ ist, wenn man als weißer Wolf in Schnee und Eis lebt, sie bewunderten auch das dicke und dichte Fell dieser wunderschönen Tiere. Nach dem Besuch der Kängurus, die Nachwuchs bekommen hatten, ging es noch zu den gewaltigen Bisons und der riesigen Mufflonherde. Fächerübergreifend stand dann auch in den nächsten Wochen noch der Wolf auf dem Programm. Es wurde geforscht, gebastelt, musiziert und dokumentiert. Daraus entstanden ist eine Ausstellung im Foyer und viele Besucher sahen sich im selbst gebauten „Wolfswald“ um.

Auch die Klassen 2c und 1b machten am 28.06.2024 einen Ausflug in den Tierpark Rheinböllen. Eine Tierpflegerin erzählte interessante Fakten über die Erdmännchen, auch zu den weiteren Tiere gab es viele lehrreiche Informationen.

Die Klassen 4b und 4c machten ihre Klassenfahrt ins Walderlebniszentrum Sonnwald und erfuhren viel über den Wald und seine Bewohner.

Zum Ende des Schuljahres beschäftigten sich alle vierten Klassen mit dem Thema „Naturlandschaften erkunden – Perspektive Raum – Wirkungen von Kräften in der lokalen und regionalen Naturlandschaft – Erosion/Vulkanismus/Gesteinsarten“. Nach der Auseinandersetzung mit der Entstehung und dem Aufbau eines Vulkans, lernten die Schüler*innen viel über Vulkanarten, Vulkanausbruch, Nutzen, Gefahren und bekannte Vulkane. Es wurde sogar ein Vulkanausbruch mit Hilfe eines Backpulver-Experimentes simuliert. Der Geologe Max Wiederspahn informierte über den Aufbau, die Zusammensetzung und die Struktur der Erdkruste, ihrer Eigenschaften, ihrer Gesteine und ihrer Entwicklungsgeschichte sowie der Prozesse, welche die Erdkruste formten und bis heute formen. Mit Schutzbrille, Lupe und Geologenhammer wurden auch Steine geklopft und untersucht.

Die Schüler*innen der Dr.-Kurt-Schöllhammer-Grundschule haben in diesem Schuljahr wunderschöne Naturbilder gemalt, die zur Gestaltung des Naturpark-Veranstaltungsheftes "Erlebnisse 2025" verwendet werden konnten. Vielen Dank dafür!

Lehrerfortbildung

Die Lehrerfortbildung fand im Rheinland-pfälzischen Freilichtmuseum Bad Sobernheim statt, wo sich das Kollegium über Möglichkeiten und BNE-Angebote für Grundschulen informierte.

Anfang des Schuljahres unternahm eine dritte Klasse einen Ausflug ins Walderlebniszentrum Soonwald. Die Schüler*innen beschäftigten sich am Vormittag mit dem Thema „Lebensraum Wald für Tiere und Pflanzen“. Es wurden in Gruppenarbeit Nisthilfen sowie ein Waldsofa gebaut. Die Kinder lernten außerdem viel über die Funktionen des Waldes und über Erscheinungsbild, Lebensraum und Nahrung heimischer Wildtiere.

Die Klasse 1d führte eine kleine Exkursion durch und suchte Frühblüher in Simmerns Vorgärten.

(c) Dr.-Kurt-Schöllhammer-Schule SimmernKurz vor Ostern durften sich die Kinder der Schöllhammer-Grundschule wieder auf ein besonderes Ereignis freuen. An drei Nachmittagen besuchten sie in kleinen Gruppen die Dilligsmühle im Wiesental am Külzbach. Hauptziel der Ausflüge waren die neugeborenen Lämmer der großen Schafherde, die von den Kindern gestreichelt werden durften. Aber auch die Hunde, Pferde und Hühner wurden ausgiebig bewundert. Die Ganztagsschulmitarbeiterin Frau Zangerle, die auf der Dilligsmühle wohnt, konnte die vielen Fragen der Kinder fachkundig beantworten.

Nach den Osterferien pflanzten die Schülerinnen und Schüler in der Obstbaumreihe der Dr.-Kurt-Schöllhammer-Grundschule einen neuen Apfelbaum "Pinova".

Im Mai machte sich auch eine vierte Klasse auf den Weg ins Walderlebniszentrum Soonwald zu einer Klassenfahrt. Dort gab es wieder viele tolle Aktionen: Namensschilder aus Holzscheiben herstellen, Werkarbeiten mit Naturmaterialien und eine Nachtwanderung unter dem Sternenhimmel.

Eine andere vierte Klasse hatte für die Klassenfahrt eine Jugendherberge auf einer echten Burg ausgewählt, u. a. wurde dort eine spannende Geocaching-Tour mit einer Schatzsuche unternommen.

(c) Dr.-Kurt-Schöllhammer-Schule Simmern21 Tage lang haben die Kinder der Klassen 1a und 1b mit Spannung auf das Schlüpfen von kleinen Küken gewartet. Glücklicherweise konnte ein Schüler dazu einen Brutapparat zur Verfügung stellen. In dieser Zeit haben die Schüler*innen viel über verschiedene Eier, Hühner und ihre Lebensweise gelernt. Zur Vertiefung wurde dazu gemalt, gebastelt und Geschichten gelesen. Dank moderner Technik konnten die Küken beim Schlüpfen und später jederzeit unter der Wärmelampe beobachtet werden.

Im Juni informierten sich zwei dritte Klassen über die Arbeit und die Abläufe auf der Mülldeponie in Kirchberg. Dort gab es spannende Aufgaben zu lösen und große Container zu begutachten. Gefreut haben sich die Kinder besonders, dass es dort auch Schafe gab und eine Waage, mit der man eine ganze Klasse wiegen kann. Die Klasse 3c wog übrigens 621 kg.

Die zweiten Klassen haben sich bis zum Schuljahresende intensiv mit dem Thema „Biene“ beschäftigt und somit gelernt, wie der Körper einer Biene gebaut ist, welche verschiedenen Bienenarten in einem Volk zusammenleben und wer dort welche Aufgabe hat. Ein Höhepunkt dieses Projektes war der Besuch von Herrn Geiss, 1. Vorsitzender des Imkervereins Simmern, der sogar ein kleines Bienenvolk mit in den Schulgarten brachte. Im folgenden Vater- und Opa-Basteltag wurden gemeinsam Bau-Sets von Bienenhotels zusammengebaut und diese später in den verschiedenen Wohnorten der Kinder aufgehängt.

Lehrerfortbildung

Die Lehrerfortbildung für das Schuljahr 2022-23 fand übergreifend für alle (zukünftigen) Naturparkschulen im Juni statt. Für die teilnehmenden Lehrkräfte gab es Informationen zu den Themen Gewässer und Wald am Waldsee Argenthal, Biber am Simmersee, Wald-Rucksackschule und Kultur und Historie im Hunsrückmuseum in Simmern.