Schule am Waldsee Argenthal
Im Oktober beschäftigten sich die 2. Klassen 4 Wochen lang intensiv mit dem Rhema Eichhörnchen. Zu Beginn lernten die Schülerinnen und Schüler das Aussehen des Eichhörnchens kennen. Als Anschauungsmaterial dienten 2 präparierte Tiere, die der Schule zur Verfügung stehen. Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei auf die Funktionen der einzelnen Körperteile gelegt, insbesondere auf den buschigen Schwanz. Die Kinder entdeckten, welche Nahrungsmittel die Tiere bevorzugen, und sie waren erstaunt, dass die Eichhörnchen „Allesfresser“ sind. Die Feinde der Eichhörnchen, der Bau des Kobels, das Heranwachsen und die Versorgung der Jungtiere durch die Mutter wurden ausführlich besprochen. Dazu gab es Lese- und Verständnisaufgaben, aber auch spielerische Inhalte wie ein Puzzle oder Suchbilder. Nachdem die Kinder im Kunstunterricht ein Deckblatt zu dem Eichhörnchen gestaltet haben, wurden zum Abschluss der Unterrichtseinheit die Arbeitsblätter zu einem Buch zusammenge-bunden. Jedes Kind hatte die Gelegenheit, seine Ergebnisse zu präsentieren und das Buch als Erinnerung an die gemeinsame Arbeit mitzunehmen.
Im März beschäftigten sich die Erstklässler im Sachunterricht intensiv mit dem Thema Frühblüher. Zunächst wurde das Vorwissen der Kinder abgefragt und gemeinsam die Eigenschaften der Frühblüher zusammengetragen. Frühblüher sind Pflanzen, die schon sehr früh im Jahr blühen – oft sogar dann, wenn der Schnee noch liegt. Sie nutzen das Sonnenlicht im Frühling, bevor die Bäume wieder Blätter bekommen und es am Boden schattig wird. Neben Hyazinthe, Krokus, Tulpe, Narzisse und Schneeglöckchen lernten die Kinder Aussehen, Blütezeitpunkt und Standorte kennen. Der Aufbau einer Tulpe wurde dabei ganz genau angeschaut: Blüte, Stängel, Blatt, Zwiebel und Wurzel und deren Aufgaben. Sie lernten, wie sich die Tulpe im Laufe eines Jahres verändert – von der Zwiebel im Boden bis zur Blüte im Frühling und schließlich wieder zur Ruhe-phase. Besonders spannend war es, eine Sachzeichnung der Narzisse anzufertigen. Dabei haben die Kinder sehr genau hingeschaut und versucht, die Blume möglichst realistisch und detailliert zu zeich-nen. Im Anschluss daran beschäftigten sich die Schüler*innen mit dem Aufbau der anderen Frühblüher und fanden heraus, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zwischen ihnen gibt.
Zum Abschluss gab es ein spannendes Experiment mit einer Tulpe und blauer Lebensmittelfarbe. Eine weiße Tulpe wurde in gefärbtes Wasser gestellt und beobachtet, wie nach einiger Zeit das blaue Was-ser durch den Stängel bis in die Blüte transportiert wird und sich die Blütenblätter blau färbten.
Kurz vor der Osterferien stand für die Klassen 3 und 4 noch ein Ausflug zum Argenthaler Steinbruch auf dem Programm. Mitarbeitende der Betreiberfirma thomas-asphalt-stein GmbH & Co. KG empfingen die Kinder und Lehrkräfte sehr herzlich und führten sie über das große Gelände. Die riesigen Bagger, LKWs und der tiefe See waren sehr beeindruckend. Die Kinder haben erfahren, dass es den Steinbruch schon über 100 Jahre gibt. Einmal in der Woche (meistens dienstags) findet in 20m Höhe eine Sprengung statt, aus den 1-2m großen Steinen wird dann Sand und Asphalt hergestellt.
Am Dienstag, den 20. Mai fanden in Bärenbach die Waldjugendspiele der 3. Klassen statt, auf die sich die Drittklässler in den Wochen zuvor im Unterricht bereits intensiv vorbereitet hatten. Mit Bestimmungsbüchern wurden auf dem Schulhof und in der näheren Umgebung Bäume bestimmt sowie Blätter und Zapfen gesammelt. Die Kinder brachten bereits ein großes Vorwissen mit, was in einem Wald-Forscherheft noch gefestigt und erweitert wurde. Gut vorbereitet konnten alle dann die 13 Stationen im Wald mit einem Forstpaten durchlaufen. Nun galt es Fragen aus den Bereichen Forst- und Holzwirtschaft, Nachhaltigkeit und Klimaschutz sowie Waldbäume und Waldtiere zu beantworten. An vielen Stationen musste die Klasse sich bei Aktionsspielen als Team beweisen. Nur gemeinsam konnte man Punkte sammeln, was unserer 3. Klasse prima gelungen ist. Nur einige zuvor versteckte Tiere konnten leider nicht gefunden werden. Nach gut 3 Stunden kamen alle etwas müde, aber zufrieden wieder am Startplatz an und konnten noch ausgiebig spielen. Es war ein sehr schöner Tag und viele Kinder bedau-erten, dass „man da immer nur in der 3. Klasse hinfahren darf“.
Im April fuhren die 3. und 4. Klasse mit dem Bus in das Freilichtmuseum nach Bad Sobernheim. Nach der Ankunft und dem Kauf der Eintrittskarten ging es los. Es gab viele alte Häuser von früher, auch Tiere gab es dort. So konnte man sich ganz gut vorstellen, wie die Leute früher gelebt haben. Bevor sie sich jedoch die Häuser ansahen, liefen die Kinder zum alten Schulgebäude. Dort hatte die 3. Klasse eine 90-minütige Unterrichtstunde mit Herrn Grammes über die Schulzeit von früher. Er war sehr streng.
In dieser Zeit besichtigte die 4. Klasse einen Teil des Freilichtmuseums. Dann tauschten die Klassen: das 4. Schuljahr hatte Unterricht und die 3. Klasse erkundete einen Teil des Museums. Danach sahen sich alle gemeinsam den restlichen Teil an und spielten zusammen auf dem Spielplatz. Mittags brachte der Bus alle wieder an die Schule. An diesem Vormittag hatten alle sehr viel Spaß und eine gute Vorstellung davon, mit wieviel weniger die Menschen früher auskamen.
In der Zeit vom 24. Juni bis zum 4. Juli 2024 fanden an unserer Waldseegrundschule zwei spannende und lehrreiche Projektwochen statt, die fächerübergreifend gestaltet waren. Die Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klasse widmeten sich in diesem Zeitraum intensiv dem Thema „Schnecken“. Ziel war es, nicht nur biologische Grundlagen zu vermitteln, sondern auch praktische Erfahrungen zu sammeln und die Freude an der Natur zu fördern.
Im Mittelpunkt des Projekts stand ein Terrarium, das von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam eingerichtet und gepflegt wurde. Die Kinder lernten vorab, was Schnecken zum Leben und Wohlfühlen brauchen – von der richtigen Nahrung bis hin zu einem passenden Lebensraum. Mit großer Sorgfalt wurde die neue Lebenswelt der Tiere eingerichtet, die Schnecken täglich gefüttert und das Terrarium sauber gehalten. Dabei übernahmen die Kinder wechselnde Dienste, wodurch sie Verantwortung und Teamarbeit übten.
Im Verlauf der Projektwoche beschäftigten sich die Kinder mit unterschiedlichen Themen rund um die Schnecke:
• Erkennen und Unterscheiden von Schneckenarten: Die Kinder lernten, verschiedene Arten wie zum Beispiel die Weinbergschnecke und die Garten-Bänderschnecke zu unterscheiden.
• Die Sinne der Schnecken: Mit kindgerechten Experimenten erforschten sie, wie Schnecken sehen, riechen und fühlen.
• Versuche und Beobachtungen: Gemeinsam führten die Kinder spannende Versuche durch, etwa zur Fortbewegung und zur Reaktion auf unterschiedliche Umgebungsbedingungen.
• Dokumentation der Ergebnisse: Jedes Kind hielt seine Beobachtungen und Erkenntnisse auf Arbeitsblättern fest, die am Ende der beiden Wochen zu einem eigenen Buch für jedes Kind gebunden wurden.
Die Mischung aus Theorie und Praxis ermöglichte es den Kindern, die faszinierende Welt der Schne-cken auf vielfältige Weise zu entdecken.
Wir alle freuen uns darauf, weitere Projekte dieser Art durchzuführen, die für die Kinder eine bleibende Erinnerung an ihre Grundschulzeit darstellt und ihnen die Wunder der Natur näherbringt.
Am 5. Juli fand im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung die Auszeichnung unserer Schule zur „Naturparkschule“ statt. Landrat Volker Boch und Bürgermeister Michael Boos überreichten unserer Schulleiterin Frau Hoch die Urkunde. Bei diesem besonderen Anlass präsentierten die Schülerinnen und Schüler stolz ihre Arbeitsergebnisse. An einem bunt gestalteten Stand zeigten sie das Terrarium, die Fotos und die Bücher wurden ebenfalls ausgestellt. Nach der offiziellen Auszeichnung wurden noch zwei Apfelbäumchen auf dem Schulgelände gepflanzt.
Die Lehrerfortbildung für das Schuljahr 2023/24 fand im April 2024 gemeinsam mit der Soonwaldschule Gemünden zum Thema „Bewegungsangebote in der Natur“ statt.
Im Oktober des Schuljahres 2022/23 gab es einen Exkursionstag. Die 1. und 2. Klasse der Grundschule am Waldsee besuchte den nahegelegenen Kauerhof. Dort besichtigten die Kinder den Milchviehstall der Familie Berg mit 220 Milchkühen. Fasziniert beobachteten sie das Melken in der voll automatisierten Melkanlage. Besonders erfreulich war, dass in der vorherigen Nacht ein Kälbchen geboren wurde. Ein etwas älteres Jungtier durfte sogar gestreichelt werden.
Die Klassen 3 und 4 unternahmen eine Wanderung zum Argenthaler Steinbruch. Ausgestattet mit Helm und Warnweste erkundeten die Schüler*innen das Gelände und fanden die großen Maschinen und Fahrzeuge sehr beeindruckend. Sie erfuhren auch, wie und was alles in einem Steinbruch hergestellt wird.
Im Rahmen der Zertifizierung zur Naturparkschule wurden zum Ende des Schuljahres jahrgangsübergreifende Projekttage durchgeführt. Unterstützung erhielt die Schule von Frau Doktor Wald Beate Thome und Herrn Maurer, einem Argenthaler Experten für Holz und Jagd.
Im Mittelpunkt standen die Themen Holz, Bäume, Nachhaltigkeit, Klima, Insekten, Wasser und Wasserkreislauf. Einige Projekte fanden in der Schule, andere am Waldsee statt. Dabei gab es viele interessante Experimente, Spiele, Bastel- und Werkarbeiten.
Lehrerfortbildung
Die Lehrerfortbildung für das Schuljahr 2022-23 fand übergreifend für alle (zukünftigen) Naturparkschulen im Juni statt. Für die teilnehmenden Lehrkräfte gab es Informationen zu den Themen Gewässer und Wald am Waldsee Argenthal, Biber am Simmersee, Wald-Rucksackschule und Kultur und Historie im Hunsrückmuseum in Simmern.